Montag, 13. Juni 2016

Tag 3 - voll unter Strom


Unser Tourplan schickt uns heute zur Schule, dann geht es nach Köln zu NEXT, anschließend sind wir bei Kumpan in Remagen, am Nachmittag erwartet uns die Fachhochschule Bingen und abschließend sind wir im Technoseum in Mannheim. Volles Programm!


Gegen 7 Uhr war heute meine Nacht zu Ende. Carsten durfte bereits um 6:15 aus den Federn. 
Wie üblich geht es dann zum Frühstück. Carsten frühstückt zwei Brötchen und genießt den Kaffee. Ich ziehe es vor unsere Webcam zum laufen zu bekommen. Ich weiß ja, das sie immer so ein klein wenig bockig ist. Aber heute will sie so gar nicht. Und nachdem ich mir gestern den Magen voll geschlagen habe, verzichte ich auf das Frühstück.


Bis viertel vor acht versuche ich die Webcam zum laufen zu bekommen. Ich stehe voll unter Strom. Es klappt einfach nicht. Also heute keine mobile Webcam. Man, bin ich sauer! Und dann müssen wir zur Schule.

Das Wetter über Erkelenz verheißt nichts Gutes. Die Temperaturen sind angenehm, aber es ist stark bewölkt. Es sieht nicht unbedingt so aus, als wenn es trocken bleiben würde. Bereits über die Nacht hat es recht stark geregnet.

Quer durch den Morgenverkehr von Erkelenz müssen wir zum Schulring 2. Dort befindet sich die Europaschule. Der Weg dorthin ist nicht das Problem, aber natürlich ist da jede Menge "Schule". Wo also exakt müssen wir hin? Folgen wir mal dem Navi.
"Sie haben Ihr Ziel erreicht" tönt es aus dem Lautsprecher. Und nun? Kein Schild, kein Einweiser. Rechts auf dem Parkplatz keines unserer E-Fahrzeuge. Trotzdem fährt das vor uns fahrende Fahrzeug auf diesen Parkplatz.

Na, sieh mal an, an der Seite gibt es einen Weg zum Pausenhof. Und da stehen schon ein paar Fahrzeuge. Dann werden wir eingewiesen. Die Glasscherben vor der Sporthalle dürfen wir selber aufklauben. Jede Menge Schüler. Klar, wen wundert es, ausgerechnet hier Schüler anzutreffen? Dann heißt es Aufstellung nehmen.

Wir kommen auf den Schulhof, auf dem uns neben dem Rektor und dem Bürgermeister einige hundert Schüler begrüssen. Sie halten für die Postkartenaktion die großen A0 Bögen vor sich.
Der Bürgermeister und der Rektor machen eine sehr kurze Ansprache, die allerdings im allgemeinen Geplauder untergeht. Ein Pressevertreter macht seine Fotos und einige Notizen.

Und dann beginnt es immer weiter und stetiger zu regnen. Jetzt sollen sich die einzelnen Fahrer mit ihren Fahrzeugen vorstellen. Schirme haben nur ein paar Wenige. Zum Beispiel die Schülerzeitungsvetreter.

Wir warten. "Hauptsache kein Unterricht" höre ich durch das geöffnete Fenster. Waren wir nicht alle Schüler?
Der Regen wird stärker. Schnell die A0-Poster mit den Postkarten ins trockene bringen. Und auch viele Schüler mit Europafahnen suchen den Weg ins Trockene.

Dann sind wir dran. Carsten stellt uns kurz vor, und genauso wie der Tesla vor uns gibt es einen Kickdown und wir verlassen unter Applaus und Gejohle den Schulhof. Das war sicher überraschend, das sich ein Kangoo bei der Beschleunigung ähnlich verhält wie ein Tesla. Ist halt elektrisch.

Das nächste Ziel muß in die Navigation. Köln, Lichgasse 58g...  Gibt's nicht. Ah, Lichtgasse ist korrekt. Durch die Braunkohleabbaugebiete neben der Autobahn geht es durch den Regen.

Angekommen einige Meter vor dem Ziel geht es erst mal nicht weiter. Ein eNV 200 kommt uns aus der Einbahnstraße entgegen. Kein Wunder, kurz vor dem Ziel blockiert die Feuerwehr die Strasse. Also zurück. Wir müßten also entgegen der Einbahnstrasse an das andere Ende der Straße. Und dort heraus kommen jetzt jede Menge Einsatzfahrzeuge. Also etwas weiter auf der Hauptstrasse und in der Einfahrt wenden.
Doch was ist das: "Willkommen zur Wave" steht dort. Da war die Adresse wohl nicht so ganz korrekt. Karte an der Schranke ziehen und rauf aufs Gelände. Da steht der Wave-Torbogen und als erstes der eNV200 im Weg. Auf zur Ladestation.

Wir werden begrüßt und bekommen ein grünes Armband. 'Access to all Areas' Getränke und Essen frei.

Doch erst einmal gibt es Schwierigkeiten mit der Ladung. Es scheint nicht genügend Energie da zu sein. Also nichts mit voll Strom.
Nach einigen Versuchen, die ständig zum auslösen der Sicherung in der Versorgung führten, haben wir eine einfache CEE16 Dose gefunden, die wir nutzen konnten.

Immerhin bekomme ich die Webcam wieder zum laufen.

Der Himmel klart auf und man steht Interessierten Rede und Antwort. Im Café gibt es Brötchen (aber viel zu wenig Mettbrötchen, also Maurermarmelade) und natürlich Kaffee, aber auch einen leckeren Kakao.

Pünktlich um 11:00 zum Start gibt es wieder Niederschläge. Der Weg aus Köln raus auf die Autobahn wird uns also versüßt mit Wasserspielen. Ab der A1 klart der Himmel auf und wir kommen zügig über die Autobahn.

Jetzt geht es nach Remagen zu Kumpan. Dort angekommen machen sich Stephan und Uta bereits auf den Weg zum nächsten Event in Bingen.

Wieder bekommen wir Armbänder damit es Essen und Trinken für lau gibt. Carsten soll beim Scooterrennen mitmachen und landet damit in der Tabelle im oberen Drittel.

Die Sonne brennt unbarmherzig vom Himmel. Aber damit ist auch Schluß, als wir uns auf den Weg nach Bingen machen.

Man glaubt es nicht, es regnet in "Strömen".  Mehrere Wege stehen uns nun zur Verfügung um zum Ziel zu kommen.

Glücklicherweise ist dann ab Koblenz das Wetter besser.

Nach Rücksprache mit anderen Teilnehmern, die bereits auf der Piste sind, entscheiden wir uns, nicht über die Autobahn, sondern über genauso wie sie über die B9 am Rhein entlang zu fahren.

Und das war auch die richtige Entscheidung. Neben Donau und Elbe einer der größten Ströme, die durch Europa fliessen. Und hier sind wir erst am Mittelrhein. Trotzdem hat der Fluß hier eine enorme Breite. Neben der Strasse eine Eisenbahnlinie, hin und wieder ein Ort, an dem man vorbei fährt und auf der anderen Rheinseite Burgen und Schlösser. Unser nächstes Ziel ist Boppard.
Dort in der Tiefgarage gibt es eine Ladesäule. Hubert und Ellen waren auf der Suche, und durch meinen Anruf konnte ich Hubert die korrekten Koordinaten geben.
Er erwartete uns bereits auf der Hauptstrasse und wies uns ein. Kaum waren wir da rutscht doch prompt noch der Smart vom Juryteam 1 in die Tiefgarage. Fährt aber an dem Ladepunkt vorbei. Gut, wenn man sich auf das GoingElectric-Stromtankstellen-Verzeichnis verlassen kann. Dort gibt es den Hinweis, das nach 20m hinter der Einfahrt die Ladesäule steht. Außerdem standen da ja nun auch zwei Zoe. Einmal vom Team Cologne (Ellen & Hubert) und der vom Team Bodensee. Fies und gemein wie wir sind tauschen wir mit dem Team Cologne die Plätze. Team Bodensee hat schon über 90%, sollte also langsam auftauchen. Aber weit und breit ist niemand zu sehen. Ich bin dann aus der Tiefgarage nach draussen und treffe die Beiden gerade an, wie sie vom Rhein den Weg hoch kommen.

Und auf dem Strom ist voll was los. Denn das Wasser steht schon recht hoch.

Natürlich kommt man auch an der Loreley vorbei und muß da auch ein Erinnerungsfoto machen.
Und das schreibt die Wikipedia zur nächsten Etappe:
Die Burg Pfalzgrafenstein, auch die Pfalz bei Kaub genannt, wurde von Ludwig dem Bayern, dem Pfalzgrafen bei Rhein und späteren römisch-deutschen König und Kaiser, im Rhein bei Kaub als eine Zollburg errichtet. Sie hatte die Aufgabe, die Einnahme des Schiffszolls in der gegenüber gelegenen rechts-rheinischen Zahlstelle in Kaub zu überwachen. Seit 2002 ist die Burg Pfalzgrafenstein Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal, des Weiteren ist sie ein geschütztes Kulturgut nach der Haager Konvention.
Und so sieht Burg Pfalzgrafenstein aus:


Nach der Rheintour kamen wir dann gegen 16:12 in Bingen an.
Immer wenn sich genügend Leute zusammen gefunden haben, gab es durch ein paar Bereiche der Fachhochschule Führungen. Unter anderem ins Hochspannungslabor. Also auch da alles voll unter Strom.
Und auch draussen strömte es. Und zwar in Form von Regen. Auf dem Parkplatz in Bingen war ein stetes Kommen und Gehen. Die Ladeinfrastruktur was vorbildlich.
Laut Plan sollten wir gegen 19:00 Uhr in Bingen losfahren um dann gegen 20:00 Uhr in Mannheim zu sein. Das Abendessen sollte allerdings genau zu der Zeit beginnen. Da passt also etwas nicht. Wir entschlossen uns also dazu alles um eine Stunde vorzuziehen, damit wir wenigstens etwas mit bekommen. Stephan, der einer der ersten in Mannheim war haben wir dann noch einmal angerufen und der sagte uns, das sich der Plan wohl doch noch etwas verändert hat. Abfahrt soll um 19:15 sein. Wenn wir um 18:50 ankommen, wäre das doch prima. Und wir sind pünktlich angekommen und wurden gleich am Eingang bei strahlendem Sonnenschein begrüßt. Anschließend wurden noch Gruppenbilder gemacht.


Nach der grossen Aktion am Marktplatz in Mannheim ging es in die Jugendherberge. Der Weg dorthin ging laut ausgehändigtem Plan gegen den Uhrzeigersinn dorthin, ein Großteil der Fahrer vor uns fuhr im Uhrzeigersinn. Wir waren locker 20 Minuten vor den Anderen am Ziel. Dort mußte erst einmal Pfand für die Schlüssel (RFID-Cards) hinterlegt werden. Wir konnten zum Glück schon vor dem Abendessen einchecken. Zum Abendessen gab es Schnitzel, Kartoffeln, Spinat, Nudeln und Soße.


Der vorläufige Tagesabschluß ist das Briefing für morgen und etwas vom folgenden Tag.
Carsten fuhr mit Stephan zusammen noch an eine Drehstromkiste um den Wagen noch mit Energie für morgen zu versorgen.
Der morgige Tag wird vor allem dadurch interessant, das er u.a.durch Frankreich führt.
Ich kann jetzt schon versichern, das es da leider keine aktuellen Webcam Bilder geben kann und auch der Blog wird nicht aktualisiert werden können, weil ich für die nächsten Tage nicht ins Netz komme. Ob ich anschließend für die Schweiz eine Mobilfunk-Karte bekomme, muß sich erst zeigen.

Abgeschlossen wurde der Tag mit netten Gesprächen bei Getränken nach Wahl.

TODO: zu diesem Eintrag fehlen noch Bilder und der Zeitrafferfilm der heutigen Fahrt.

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